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FAQ – Häufig gestellte Fragen
Oberflächlicher venöser Reflux: FAQ – Häufig gestellte Fragen
1. Was ist „oberflächlicher venöser Reflux“?
Oberflächlicher venöser Reflux entsteht, wenn die Venenklappen, die normalerweise den Blutfluss aus den Beinen
zum Herzen unterstützen, geschädigt oder erkrankt sind. Dies führt zu einer Ansammlung von Blut in den Beinen.
Häufige Symptome von venösem Reflux sind Schmerzen, Schwellungen, Schweregefühl und Müdigkeit sowie
Krampfadern in den Beinen.
2. Was genau ist das Closure™-Verfahren?
Beim Closure™-Verfahren handelt es sich um eine minimal invasive chirurgische Behandlung des oberflächlichen
venösen Refluxes. In die betroffene Vene wird durch einen kleinen Einschnitt ein dünner Katheter eingeführt.
Der Katheter überträgt Radiofrequenzenergie auf die Venenwand, was zu deren Erhitzung, Kollaps und Verschluss
führt.
3. Wie wird oberflächlicher venöser Reflux mit dem Verfahren behandelt?
Da die Venenklappen nicht „repariert“ werden können, kann der Blutfluss nur durch gesunde Venen
umgeleitet werden. Ursprünglich wurde dies durch das chirurgische Entfernen (Stripping) der Beschwerden verursachenden
Vene bewirkt. Das Closure™-Verfahren bietet dem gegenüber eine minimal invasive Alternative, indem
die Problem-Vene einfach verschlossen wird. Sobald die erkrankte Vene verschlossen ist, übernehmen gesunde
Venen deren Funktion und sorgen für den normalen Abfluss des Blutes aus den Beinen.
4. Wie unterscheidet sich das Closure™ -Verfahren vom Venenstripping?
Bei der Stripping-Operation macht der Chirurg einen Einschnitt in der Leistengegend und bindet die Vene ab. Anschließend
wird eine Stripping-Sonde durch die Rosenvene gefädelt, um die Vene durch einen zweiten Einschnitt knapp
oberhalb der Wade herauszuziehen.
Beim Closure™ -Verfahren muss kein Eingriff in der Leistengegend vorgenommen werden. Die Vene bleibt an
Ort und Stelle und wird mit einem speziellen Katheter (Closure™-Katheter) verödet, der durch eine kleine
Punktion eingeführt wird. Auf diese Weise können Blutergüsse und Schmerzen, die oft mit einem Venen-Stripping
einhergehen, vermieden werden (d. h., Komplikationen, die durch Abreißen der venösen Seitenäste
beim Herausziehen der Rosenvene verursacht werden). Ein Venen-Stripping erfolgt in der Regel in einem Operationssaal
unter Vollnarkose, während das Closure-Verfahren ambulant und meist nur mit örtlicher oder regionaler
Betäubung durchgeführt wird.
Drei randomisierte Studien, die die Closure™-Methode dem Venenstripping gegenüberstellen, darunter auch
die jüngste multizentrische Vergleichsstudie, zeigen weitgehend vergleichbare Ergebnisse. In der multizentrischen
Vergleichsstudie war das Closure™-Verfahren dem Stripping in jeder Hinsicht statistisch signifikant überlegen.
Die Studie belegte, dass 80,5 % der mit dem Closure™-Verfahren behandelten Patienten gegenüber
46,9 % der Stripping-Patienten innerhalb eines Tages ihre normalen Aktivitäten wieder aufnehmen konnten.
Auch kehrten Closure™-Patienten 7,7 Tage früher an den Arbeitsplatz zurück als operativ behandelte
Patienten. Mit dem Closure-Verfahren behandelte Patienten hatten im Allgemeinen weniger postoperative Schmerzen,
Blutergüsse, kürzere Genesungszeiten und insgesamt weniger unerwünschte Ereignisse.1
5. Wie lange dauert das Closure™-Verfahren?
Das Closure™-Verfahren dauert durchschnittlich 45–60 Minuten, obwohl sich die Patienten zur Durchführung
der üblichen Untersuchungen vor und nach der Behandlung normalerweise ca. 2–3 Stunden in der Klinik
oder Arztpraxis aufhalten.
6. Ist das Closure™-Verfahren schmerzhaft?
Die Patienten berichten über geringe bis gar keine Schmerzen während des Closure™-Verfahrens. Der Arzt
wird Ihnen zur Betäubung des Behandlungsbereichs ein örtliches oder regionales Betäubungsmittels verabreichen.
7. Ist eine Anästhesie bei diesem Verfahren erforderlich?
Das Closure™-Verfahren kann unter lokaler, regionaler oder Vollnarkose durchgeführt werden.
8. Wie schnell kann ich nach der Behandlung normale Aktivitäten wieder aufnehmen?
Viele Patienten können ihre normalen Aktivitäten sofort wieder aufnehmen.2 Ihr Arzt wird Ihnen vermutlich
empfehlen, im Anschluss an die Behandlung einige Wochen lang regelmäßig spazieren zu gehen und anstrengende
Tätigkeiten (z. B. schweres Heben) oder längeres Stehen zu vermeiden.
9. Wie schnell nach der Behandlung werden meine Symptome gelindert?
Die meisten Patienten stellen eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome innerhalb von 1 bis 2 Wochen nach dem
Eingriff fest.
10. Ist nach dem Closure™-Verfahren mit Narben, Blutergüssen oder Schwellungen zu rechnen?
Patientenberichten zufolge treten im Anschluss an das Closure-Verfahren nur minimale oder gar keine Narben, Blutergüsse
oder Schwellungen auf.
11. Welche potenziellen Risiken und Komplikationen können sich durch das Closure™-Verfahren ergeben?
Wie bei jedem medizinischen Eingriff ist auch das Closure™-Verfahren mit möglichen Risiken und Komplikationen
verbunden. Sie sollten sich von Ihrem Arzt beraten lassen, um festzustellen, ob in Ihrem Fall ein besonderes Risiko
besteht. Ihr Arzt wird mit Ihnen im Beratungsgespräch mögliche Komplikationen des Closure-Verfahrens
durchgehen; diese sind auch in der Zusammenfassung der Sicherheitsdaten beschrieben. Zu den potenziellen Komplikationen
gehören u. a. Gefäßperforation, Thrombose, Lungenembolie, Venenentzündung, Bluterguss,
Infektion, Parästhesie (Taubheitsgefühl oder Kribbeln) sowie Hautverbrennungen.
12. Ist das Closure™-Verfahren für jeden geeignet?
Die Entscheidung, ob das Closure™-Verfahren eine gangbare Lösung für Ihr Venenleiden ist, kann
nur ein Arzt treffen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Patienten mit oberflächlichem venösem Reflux
mit dem Closure™-Verfahren behandelt werden können.
13. Spielt das Alter eine wichtige Rolle bei der Closure™-Behandlung?
Am wichtigsten ist es, dass der Arzt anhand einer Ultraschall-Untersuchung feststellt, ob das Closure™-Verfahren
für Sie infrage kommt. Das Alter spielt keine maßgebliche Rolle bei der Beurteilung, ob das Closure™-Verfahren
für Sie geeignet ist. Patienten aller Altersgruppen sind bereits mit dem Closure™-Verfahren behandelt
worden.
14. Wie wirksam ist das Closure™-Verfahren?
Veröffentlichte Daten zeigen, dass 90 % der behandelten Venen zwei Jahre nach der Behandlung geschlossen
bleiben und keinen Rückfluss, der eigentlichen Ursache von Krampfadern, aufweisen.3,4,5
15. Was geschieht mit der im Bein verbleibenden behandelten Vene?
Nach der Behandlung entsteht aus der Vene Fasergewebe. Mit der Zeit integriert sich die Vene nach und nach in das
umliegende Gewebe. Eine Studie belegt, dass 89 % der behandelten Venen ein Jahr nach der Closure™-Behandlung
nicht vom restlichen Körpergewebe zu unterscheiden sind.6
16. Wird das Closure™-Verfahren von meiner Krankenkasse bezahlt?
Viele Versicherungsgesellschaften kommen für das Closure™-Verfahren teilweise oder zur Gänze auf.
Die meisten Krankenkassen bewerten die Kostenübernahme für alle Behandlungen, einschließlich des
Closure™-Verfahrens, auf der Grundlage medizinischer Notwendigkeit. Die Kosten des Closure™-Verfahrens
werden von den meisten privaten Versicherungsgesellschaften übernommen. Ihr Arzt kann die Kostenübernahme
durch Ihre Krankenversicherung mit Ihnen beim Beratungstermin besprechen.
17. Was sagen Patienten zum Closure™-Verfahren?
98 % der mit dem Closure™-Verfahren behandelten Patienten würden das Verfahren ihren Bekannten
und Verwandten mit ähnlichen Beinvenenproblemen empfehlen.7
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1 Lurie F, Creton D, Eklof B, Kabnick LS, Kistner RL, Pichot O, et al. Prospective randomized study of endovenous radiofrequency obliteration (Closure) versus ligation and stripping in a selected patient population (EVOLVES study). J Vasc Surg 2003;38:207-14.
2 Goldman, H. Closure of the greater saphenous vein with endo radiofrequency thermal heating of the vein wall in combination with ambulatory phlebectomy: preliminary 6-month follow-up. Dermatol Surg 2000; 26:452-456.
3 Merchant RF, DePalma RG, Kabnick LS. Endovascular obliteration of saphenous reflux: a multicenter study. J Vasc Surg 2002;35:1190-6.
4 Weiss RA, et al. Controlled Radiofrequency Endovenous Occlusion Using a Unique Radiofrequency Catheter Under Duplex Guidance to Eliminate Saphenous Varicose Vein Reflux: A 2-Year Follow-up, Dermatologic Surgery, Jan 2002; 28:1: 38-42
5 Whiteley, MS, Holstock JM, Price BA, Scott MJ, Gallagher TM. Radiofrequency Ablation of Refluxing Great Saphenous Systems, Giacomini Veins, and Incompetent Perforating Veins using VNUS Closure and TRLOP technique. Abstract from Journal of Endovascular Therapy 2003; 10:I-46.
6 Pichot O, Sessa C, Chandler JG, Nuta M, Perrin M. Role of duplex imaging in endovenous obliteration for primary venous insufficiency. J. Endovasc Ther 2000;7:451-9.
7 Weiss RA, Weiss MA. Controlled radiofrequency endovenous occlusion using a unique radiofrequency catheter under duplex guidance to eliminate saphenous varicose vein reflux: A 2-year follow-up. Dermatol Surg 2002;28:38-42.Δ Seitenanfang